Ratgeber · Lernmethode

Jura lernen mit App: vom ersten Semester bis zum Examen

In Jura zählt Abruf. In der Klausur zählt, was du ohne Skript aus dem Kopf holst und auf einen fremden Fall anwendest. So baust du dieses Wissen auf, Schritt für Schritt.

Helle Universitätsbibliothek mit langen Tischen und Studierenden.

Warum viele Jura falsch lernen

Die meisten Studierenden lernen so, wie es sich fleißig anfühlt. Sie lesen das Skript, markieren und lesen es noch einmal. Danach kommt ihnen alles bekannt vor. Das Problem: Wiedererkennen ist nicht Können. In der Klausur liegt kein Skript vor dir, sondern ein Sachverhalt, in dem die Probleme versteckt sind.

Die Lernforschung kennt diesen Effekt seit Langem. Hermann Ebbinghaus zeigte schon 1885, wie schnell Gelerntes ohne Wiederholung verblasst. Roediger und Karpicke (2006) fanden, dass Studierende, die sich selbst abfragten, eine Woche später deutlich mehr wussten als jene, die den Text erneut lasen. Dunlosky und Kollegen (2013) bewerteten zehn verbreitete Lerntechniken. Markieren und Wiederlesen schnitten schwach ab, Abfragen und verteiltes Üben am besten.

Für Jura heißt das: Lies weniger, ruf mehr ab. Und verteile das Abrufen über Wochen und Monate.

Die Methode in vier Bausteinen

1. Abrufen statt Wiederlesen

Jede Übung in Lexxington verlangt eine Antwort aus dem Gedächtnis. Karteikarten fragen Definitionen ab, Fälle verlangen eine Entscheidung zu jeder Aussage, die Speed-Runde trainiert schnellen Zugriff. Nach jeder Antwort siehst du sofort, ob sie stimmt und warum.

2. Verteilt statt gebündelt

Wiederholungen bringen am meisten, wenn zwischen ihnen Zeit vergeht. Cepeda und Kollegen (2006) werteten mehr als 300 Experimente aus und bestätigten diesen Abstandseffekt. Die App plant deshalb jede Karte neu: Sitzt sie, kommt sie später wieder. Wackelt sie, kommt sie früher.

3. Gemischt statt am Stück

Wer zehn Aufgaben zum selben Thema hintereinander löst, weiß schon vorher, welches Werkzeug passt. In der Klausur weißt du das nicht. Gemischtes Üben, Interleaving genannt, trainiert genau diese Auswahl. Die heutige Sitzung in Lexxington mischt fällige, schwache und neue Fragen über alle Fächer.

4. Anwenden am Fall

Wissen wird erst prüfungsfest, wenn du es auf Sachverhalte anwendest. Darum gibt es fast 5.000 kurze Fälle. Wie du einen Fall sauber aufbaust, steht im Ratgeber Fälle lösen im Gutachtenstil.

Der Ablauf vom ersten Semester bis zum Examen

Das Jurastudium in Deutschland folgt einem groben Muster. Die genaue Reihenfolge legt deine Studienordnung fest. Lexxington richtet den Semesterplan danach aus, welches Semester du wählst.

Grundstudium: Semester 1 bis 4

Am Anfang stehen die Allgemeinen Teile: BGB AT, Strafrecht AT und Staatsorganisationsrecht. Danach folgen Schuldrecht, Grundrechte, Strafrecht BT und Verwaltungsrecht. In dieser Phase lernst du den Aufbau von Prüfungen und die wichtigsten Definitionen. Die Zwischenprüfung oder die Anfängerübungen schließen sie an vielen Fakultäten ab.

Hauptstudium: Semester 5 bis 6

Jetzt kommen Sachenrecht, Prozessrecht, Nebengebiete wie Arbeits-, Familien- und Erbrecht und das Landesrecht deines Bundeslands. Dazu wählst du deinen Schwerpunktbereich an der Universität.

Examensvorbereitung: meist 12 bis 18 Monate

Danach wiederholst du den gesamten Pflichtstoff und schreibst Probeklausuren. Hier zahlt sich aus, was du früher verteilt gelernt hast. Mehr dazu im Ratgeber Erstes Staatsexamen vorbereiten.

Ein Lerntag mit Lexxington

Kurze, tägliche Einheiten wirken besser als seltene lange. Ein typischer Tag kann so aussehen:

  1. Fällige Karteikarten wiederholen, etwa 10 Minuten.
  2. Eine neue Lektion zum aktuellen Vorlesungsthema, Abschnitt für Abschnitt abgedeckt und abgefragt.
  3. Fünf bis zehn Fälle aus dem gleichen Fach, danach einige gemischte.
  4. Eine Speed-Runde zum Abschluss, 60 Sekunden.
  5. Einmal pro Woche eine Klausur auf Zeit mit eigener Lösung, bewertet von 0 bis 18 Punkten.

Bleibst du an einer Norm hängen, frag Lexxi. Die KI-Eule erklärt in einfachen Worten, gibt ein Beispiel und stellt dir eine Kontrollfrage. Lexxi ist im Abo enthalten.

Was im Kurs steckt

  • 267 Lektionen nach Fach und Semester, mit Examensrelevanz und Schwierigkeit
  • 1.116 Karteikarten und 300 Definitionen
  • 1.499 Übungsfragen und fast 5.000 interaktive Fälle
  • 132 Prüfungsschemata und 118 Leitentscheidungen
  • 33 Klausuren auf Zeit mit Notenrechner nach § 5d DRiG
  • 26 Bundesgesetze offline und das Landesrecht aller 16 Bundesländer
  • Web-Dashboard und ein Lizenzschlüssel für iPhone, Android und Web

Alles ist für 6,99 € im Monat enthalten, nach 7 kostenlosen Tagen. Die Übersicht über alle Fächer findest du unter Fächer.

Häufige Fragen

Kann man Jura mit einer App lernen?

Eine App ersetzt keine Vorlesung und kein Lehrbuch. Sie ist aber das beste Werkzeug für das, was Bücher schlecht können: tägliches Abfragen, verteilte Wiederholung und viele kurze Fälle. Lexxington ergänzt dein Studium genau dort.

Ab welchem Semester lohnt sich Lexxington?

Ab dem ersten. Wer die Grundlagen früh verteilt wiederholt, muss sie vor dem Examen nicht neu lernen. Der Semesterplan zeigt dir, was in deinem Semester dran ist.

Wie viel Zeit sollte ich täglich einplanen?

Schon 20 bis 30 Minuten am Tag reichen, um fällige Wiederholungen und einige Fälle zu schaffen. Regelmäßigkeit zählt mehr als Dauer.

Funktioniert die App offline?

Ja. Die 26 Bundesgesetze und deine Lerninhalte lassen sich herunterladen. Lexxi braucht eine Internetverbindung.

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